Slow Food auf der Berlinale 2013

Slow Food Gründer Carlo Petrini

Auch dieses Jahr ist Slow Food beim großen Kinoevent der Berlinale mit dabei.
In der Rubrik Kulinarisches Kino, die sich bereits zum siebten Mal in Folge dem Thema Kino und Umwelt widmet, werden die beiden Dokumentarfilme „Couscous Island“ von Francesco Amato und Stefano Scarafia sowie die „Slow Food Story“ von Stefano Sardo gezeigt. Carlo Petrini, der Präsident von Slow Food, wird bei der Vorführung zugegen sein und anschließend an einer Gesprächsrunde mit dem Titel DER POLITISCHE GÄRTNER teilnehmen.

12. Februar
19.30 – 22.30 Uhr, Martin Gropius Kino

Vorführung des Dokumentarfilms Couscous Island
Der Film erzählt die Geschichte der Frauen von der senegalesischen Insel Fadiouth, die dort den traditionellen Hirse-Couscous herstellen, der als Ausdruck eines besonderen Ökosystems und der von Generation zu Generation überlieferten Kenntnisse zu einem Slow Food Presidium ernannt wurde. Die Initiative wurde von der Stadt Turin im Rahmen des europäischen Projekts 4Cities4Dev* als Referenzprojekt ausgewählt.

Vorführung des Dokumentarfilms Slow Food Story

(Aufgrund des außerordentlichen Interesses am Film „Slow Food Story“ ist eine Wiederholung der Vorführung für Freitag, den 15. Februar, um 17 Uhr geplant.)
Der Film gibt einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung der Slow Food-Bewegung. Als Leitfaden dazu dient die Biografie des Gründers und Vorsitzenden Carlo Petrini, genannt Carlìn, und der Gruppe von Freunden und Mitarbeitern, die ihn auf diesem langen und abenteuerlichen Weg begleitet hat. Der Film erzählt die Geschichte einer Organisation, die unsere Welt sowohl in gastronomischer als auch in kultureller Hinsicht entscheidend beeinflusst hat.* Dieser Film wurde von Indigo Film und Tico Film produziert.

Im Anschluss an die Filmvorführungen werden Carlo Petrini, die ZDF-Journalistin Luzia Braun und Dieter Kosslick, Direktor der Berlinale, beim Abendessen im Restaurant Martin Gropius Mirror diese beiden Filme zum Anlass nehmen, die Entwicklungsgeschichte von Slow Food zurückzuverfolgen. Angefangen bei der Entstehung in der kleinen piemontesischen Stadt Bra im Nordwesten Italiens, auf die auch der Film von Stefano Sardo eingeht, erfährt das Publikum Details über die Verbreitung der Bewegung in 150 Länder weltweit bis hin zur Realisierung von Projekten zur Unterstützung der Kleinerzeuger auf der Südhälfte der Welt, wofür der Film von Amato-Scarafia ein Beispiel liefert.

13. Februar, 17 Uhr
Tea Time im Martin Gropius Mirror

DER POLITISCHE GÄRTNER
mit Carlo Petrini und Harald Lemke
Moderator Hansjürgen Rosenbauer, Ressortleiter Kultur beim WDR

*Das von der EU kofinanzierte Projekt 4Cities4Dev wurde von Slow Food in Zusammenarbeit mit vier europäischen Städten entwickelt: Turin (als Projekthauptstadt), Tours, Bilbao und Riga. Die vier europäischen Städte „adoptierten“ sieben Lebensmittelbündnisse in Senegal, Mauretanien, Mali, der Elfenbeinküste, Äthiopien, Kenia und Madagaskar. Die „Adoption” eines Lebensmittelbündnisses als Partner bietet den europäischen Städten die Möglichkeit, diese Bündnisse in der Tiefe kennenzulernen. Das Projekt wird von Slow Food unterstützt und sieht den Aufbau von offiziellen Partnerschaften zwischen den Partnerstädten, den Lebensmittelbündnissen und den lokalen Behörden vor.

*Der Film „Slow Food Story“ wurde von Indigo Film und Tico Film in Zusammenarbeit mit Element Pictures produziert. Er konnte dank der Unterstützung des italienischen Kultusministeriums, der Stiftung Piemonte Doc Film Fund, des Medienprogramms der Europäischen Gemeinschaft und des Irish Film Boards realisiert werden.

Feedback an Hannes Konzett: hannes.konzett@genussziele.com
(Foto/copyright: Slow Food Italia)

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